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März 2022

versendet am 16.03.2022 | zur Newsletter-Übersicht


Header Newsletter Start märz 22 ©

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte, liebe Mitstreiter*innen!

Unser erster Newsletter 2022 ist da und bildet den Auftakt zum Thema „Partizipation von Migrant*innen in der Politik“, das Thema, das LAMSA das ganze Jahr über begleiten wird.

Corona bestimmt unser aller Alltag nach wie vor und erschwert die Situationen der Migrantenorganisationen und ihr ehrenamtliches Engagement. Aber auch die Arbeit im LAMSA ist noch immer stark von Online-Angeboten geprägt und allen fehlt der so wichtige persönliche Austausch.

Internationale Krisen erfassen uns auch in Sachsen-Anhalt unmittelbar. Was jetzt kam, übertraf alles, was wir befürchten konnten, in einer unvorstellbaren Dimension. Der Krieg ist so nah an uns alle herangerückt.

Seit dem 24. Februar - seit drei (!) Wochen -  hat sich die Situation für Millionen Menschen, für die ganze Welt, verändert. Der Krieg Russlands in der Ukraine hält die Welt in Atem. LAMSA steht seitdem in engem Austausch mit seinen Mitgliedern, aber auch mit vielen ehrenamtlichen Helfer*innen und kommunalen Einrichtungen. Ein schnelles Reagieren war und ist erforderlich, um die Not der Ankommenden ein wenig zu lindern. LAMSA e.V. und die Auslangsgesellschaft (AGSA e.V.) haben eine Koordinierungsstelle "Ukraine" in Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen und versuchen so, die Bedarfe im Norden und Süden unseres Bundeslandes zu koordinieren. Erfahren Sie mehr darüber in diesem Newsletter.

Leider beschäftigt uns nicht nur die Koordinierung der Hilfsangebote, sondern auch unsägliche Diskriminierungsvorfälle gegen Geflüchtete aus der Ukraine, aber auch gegen allgemein russischsprachige Menschen werden uns berichtet. Es ist nicht zu leugnen, dass es unerträgliches menschenverachtendes Verhalten in unserer Gesellschaft gibt und damit auch unser demokratischer Zusammenhalt in Gefahr ist.

Neben diesen wahrlich bedückenden Aussichten möchten wir aber auch einen positiven Ausblick wagen: Am 7. Mai werden wir nach 2 Jahren Pause wieder unsere Frühjahrs-Akademie in der Leopoldina - in Präsenz - veranstalten. Unser Motto ist in diesem Jahr ganz passend "Wo ist mein Platz? – Migrant*innen in Politik!"

In diesem Newsletter erfahren Sie mehr über eine unserer Mitgliedsorganisationen in einem sehr lesenswerten Interview und bekommen Einblick in das Projekt "MISA - Migration und Inklusion in Sachsen-Anhalt", das hier vorgestellt wird.

Mit allen guten Wünschen, Ihr und Euer Mamad Mohamad und das Team des LAMSA e.V.


Unsere Themen:


NEU: Koordinierungsstelle 'UKRAINE' in Sachsen-Anhalt nach oben

NL Koordininierungsstelle Ukraine ©

LAMSA e.V. und die Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. haben eine „Koordinierungsstelle Ukraine“ für Sachsen-Anhalt eingerichtet. Die Koordinierungsstellen stehen Betroffenen, ihren Angehörigen und der Zivilgesellschaft mit Erstinformation, persönlicher Beratung und mehrsprachigen Informationen zur Verfügung.

LAMSA e.V. übernimmt dabei die Koordinierung im südlichen Sachsen-Anhalt und AGSA e.V. koordiniert Anfragen für das nördliche Sachsen-Anhalt.

Seit dem 7. März 2022 findet eine Online-Sprechstunde per ZOOM statt. Mehrsprachige Kolleg*innen sind Montag bis Freitag zwischen 16 Uhr und 17 Uhr für Sie da. Wählen Sie sich hier ein: https://us06web.zoom.us/j/83727621010?pwd=Ky81QmhWc3VZTFZORDlzajd4c3RZZz09

Koordinierungsstelle für Sachsen-Anhalt Süd:

LAMSA e.V. unterstützt die Arbeit in den Kreisfreien Städten Halle (Saale) und Dessau-Roßlau sowie in den Landkreisen Wittenberg, Mansfeld-Südharz, Anhalt-Bitterfeld, Saalekreis und Burgenlandkreis.

Seit dem 7. März ist die Koordinierungsstelle des LAMSA e.V. unter der Hotline 0345/ 213 893 99 von Montag bis Freitag zwischen 8 Uhr und 20 Uhr und per E-Mail: koordinierungsstelle@lamsa.de zu erreichen.

Koordinierungsstelle für Sachsen-Anhalt Nord:

AGSA e.V. koordiniert die Arbeit in der kreisfreien Stadt Magdeburg sowie in den Landkreisen Salzlandkreis, Harz, Börde, Jerichower Land, Stendal und Altmarkkreis-Salzwedel.

Die Koordinierungsstelle der AGSA e.V. ist von Montag bis Freitag zwischen 10 Uhr und 16 Uhr unter der Hotline-Nummer unter 039/1 537 1225 zu erreichen und per E-Mail: infopunkt-ukraine@agsa.de

Den QR-Code für die Onlinesprechstunde finden Sie hier: https://www.lamsa.de/aktuelles/informationen-der-koordinierungsstelle-ukraine/

Koordinierungsstelle_Ukraine_Informationen_Ukrainisch

Koordinierungsstelle_Ukraine_Informationen_Russisch


Neuigkeiten aus dem LAMSAnach oben

header_Neuigkeiten NL ©

19. Februar 2022 - 2. Gedenktag an die rechtsterroristischen Anschläge von Hanau am 19. Februar 2020

Die Erinnerung an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin möchte LAMSA auch weiterhin wachhalten. Eine Erinnerung an neun Mitmenschen, die einem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau vor zwei Jahren zum Opfer fielen.

In diesem Jahr möchten wir den Spendenaufruf der Initiative 19. Februar Hanau unterstützen und schließen uns nachdrücklich der Forderung nach einer lückenlosen Aufklärung an!

Aber natürlich sind mit dieser Forderung Kosten verbunden! Auf der Website der Spendenkampagne der „Initiative 19. Februar“ auf https://www.betterplace.org/de/projects/103688-lueckenlose-aufklaerung-fuer-hanau kann man sich noch einmal genauer informieren und auch direkt spenden.

Am Tag der Erinnerung selbst nutzten wir in Halle die riesige Fläche des Hallcubes (ca. 150qm) in der Volkmannstraße, um an den rechtsterroristischen Anschlag von Hanau am 19. Februar 2020 zu erinnern. Weithin sichtbar waren alle Namen zur Erinnerung zu lesen.

Hall Cube 19.2.2022

24. Februar 2022 - Buchpräsentation im Livestream "... und die DDR schien mir eine Verheißung. Migrantinnen und Migranten in der DDR und in Ostdeutschland"

Das Buch "... und die DDR schien mir eine Verheißung. Migrantinnen und Migranten in der DDR und in Ostdeutschland" von Carina Großer-Kaya und Monika Kubrova, das im Rahmen des Projekts Mi*story entstand, präsentiert sechzehn Biographien von Frauen und Männern, die in die DDR eingewandert sind und bis heute in Ostdeutschland leben. Die Geschichten erzählen vom migrantischen Alltag im Sozialismus und davon, mit welchen Konflikten Menschen nicht-deutscher Herkunft in Wende- und Nachwendezeiten zu kämpfen hatten und welche Lösungen sie fanden, um ein gelingendes Leben in der neuen Bundesrepublik zu führen.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Katharina Warda, Gäste waren u.a. Mamad Mohamad (Geschäftsführer des LAMSA e.V.), Ayman Qasarwa (Geschäftsführer des DaMOst e.V.) und Patrice Poutrus von der Universität Erfurt, der den Gastvortrag hielt.

Mittlerweile konnten wir 260 Aufrufe verzeichnen, von denen 77 Teilnehmende die Veranstaltung live mitverfolgt haben. Gesendet wurde live aus dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig und in Kooperation mit diesem.

Wer sich die Veranstaltung noch weiterhin anschauen möchte, kann dies hier tun: Buchpräsentation vom 24.2.2022.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der (neuen) Website "Mi*story - Migrationsgeschichten in und aus Ostdeutschland".

NL 1/2022 Buchvorstellung


Das Projekt "AUF!leben nach Corona" fördert v.a. Kinder und Jugendliche mit Migrationserfahrung

Die DKJS (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) hat ein bundesweites Förderprogramm ins Leben gerufen. Mit „Auf!leben – Zukunft ist jetzt!“ fördert sie Projekte von Organisationen und Vereinen, die Kindern und Jugendlichen helfen, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Lernen und Erfahrungen außerhalb des Unterrichtes und die Stärkung von Bindungen stehen dabei im Mittelpunkt: Sie sollen sich Zeit für Freund*innen nehmen können, Sport und Freizeit und dafür die Unterstützung bekommen, die sie und ihre Familien brauchen.

Aufleben NL Foto

Besonders Kinder und Jugendliche mit Migrationserfahrung waren und sind von der Pandemie stark betroffen. Durch fehlende Sprachförderungen oder Unterricht sowie fehlendes Miteinander mit den Mitschüler*innen verschärft sich soziale Ungleichheit. Dabei kommen staatliche Hilfemaßnahmen oft aufgrund von sprachlichen und bürokratischen Hürden bei diesen Familien nicht an. Das führt zu weiteren sozialen Benachteiligungen.

LAMSA ist Umsetzungspartner des Programms AUF!leben und hilft, Hürden bei der Antragstellung zu überwinden. Seit Ende Februar ist die erste Phase der Konzeption und Antragstellung erfolgreich abgeschlossen. Während dieser Phase hat das Team von AUF!leben nach Corona final 16 Migrant*innenorganisationen beim Erarbeiten von 50 Konzepten zur Seite gestanden. Insgesamt können voraussichtlich über 1200 Kinder und Jugendliche sowie pädagogische Begleitpersonen mit und ohne Migrationsgeschichte an Freizeitprojekten in den kommenden Monaten teilnehmen. Die Palette der beantragten Projekte reicht vom interkulturellen Kochkurs über Tanzprojekte bis zu Freizeitcamps in der Natur. Neben aufregenden Naturerlebnissen, wo handwerkliche Fähigkeiten beim Bauen von Baumhäuser geschult werden, können junge Menschen transkulturelle Erfahrungen sammeln und sich wertschätzend begegnen. Im nächsten Schritt freut sich das Team von AUF!leben nach Corona, die bewilligten Projekte zu begleiten und die Migrant*innenorganisationen bei der Umsetzung zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt und Ansprechpartner*innen.

AUF!leben – Zukunft ist jetzt. ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms Aufholen nach Corona der Bundesregierung.

Förderleiste AUF!leben 2021


LAMSA Moovies

Gleich drei Filme mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten haben wir im Februar in unserem LAMSA e.V. - Youtube-Kanal hochgeladen. Wir freuen uns, wenn Sie sich die unterschiedlichen Produktionen anschauen! Hier geht es zu den Links auf unserem Youtube-Kanal.

Kita in der Vielfaltsgesellschaft – Eltern aus Sachsen Anhalt erzählen

Der Film zeigt am Beispiel von sieben Eltern mit unterschiedlichsten Biografien, welche Erfahrungen Eltern mit Migrationsgeschichte in Kitas in Sachsen-Anhalt machen. Was ist richtig gut, was macht Sorgen? Was könnte besser sein? Was können wir tun, damit Eltern die Kita auch als ihren Ort wahrnehmen und wie erleben sie und ihre Kinder die Kita-Zeit?“

https://youtu.be/6o52_3rTAIk


Eltern als starke Partner*innen - Gegen Gewalt an Schulen

„Eltern als starke Partner*innen“ zeigt auf, wie Eltern ihren Kindern im Fall von Mobbing, Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt helfen können.

https://youtu.be/DA4i82yZruc


Wie man (k)ein guter Ally ist

„Wie man (k)ein guter Ally ist“ widmet sich der Situation, wie weiße Menschen Betroffene von Rassismus besser unterstützen, ohne erneut zu verletzen.

https://youtu.be/QvHyGMsNE_4


Vorgestellt im Interview: Deutsch-Vietnamesischer Freundschaftsverein Magdeburg e.V.nach oben

Header MO NL ©

Ab dieser Newsletter-Ausgabe möchten unseren Leserinnen und Lesern immer wieder eine unserer Mitgliedsorganisationen vorstellen. In dieser Ausgabe starten wir mit dieser Reihe und führten ein Interview mit Thi Hoang Ha Vu über die Arbeit des Deutsch-Vietnamesischen-Freundschaftsvereins Magdeburg e.V. und ihre eigene politische Tätigkeit. Wir danken ihr herzlich dafür! Das Interview führte Beate Müller, Mitarbeiterin des LAMSA e.V., am 3. März 2022.

Ha vom Deutsch-Vietnamesischen Freundschaftsverein

Warum haben Sie den Deutsch-Vietnamesischen Freundschaftsverein 1992 gegründet?

Kurz vor der Wende sind fast 50.000 Vertragsarbeitende auf dem Gebiet der DDR gewesen. Sie haben in den Fabriken gearbeitet und lebten isoliert von der Bevölkerung in Wohnheimen. Sie erhielten keine Integrationskurse  und Deutschkurse liefen nur 3 Wochen bis 3 Monate. Auch danach hatten sie kaum Chance deutsch zu sprechen und zu lernen. Da sie nur sehr selten der deutschen Bevölkerung begegnet sind, eigentlich nur beim Einkaufen.

Mit der Wende kehrten 40.000 der Vertragsarbeitenden zurück nach Vietnam und erhielten eine Entschädigung von 3000 DM. Etwa 10.000 Vietnamesen sind auf dem Gebiet der ehemaligen DDR geblieben. Kurz nach der Wende kam es dann zu Rassismus im Alltag. Die Vietnamesen wurden beschimpft, es kam zu Konflikten beim Einkaufen und sie wurden sogar tätlich angegriffen. Der Höhepunkt waren die Vorfälle im Wohnheim in Rostock-Lichtenhagen. Die Lage der zurückgebliebenen Vertragsarbeitenden war sehr schwierig. Sie wurden aus den Wohnheimen rausgeschmissen, fast alle wurden gekündigt und nebenbei noch die rassistische Gewalt. Die Polizei kam immer zu spät und die Betroffenen wussten nicht wohin sie sich wenden können. Der Rassismus war gefährlich, viele hatten Angst vor Übergriffen und sogar Todesangst. Aus dieser Situation haben wir den Verein mit ehemaligen Vertragsarbeitenden aus Vietnam und deutschen Unterstützenden in Magdeburg 1992 gegründet. Der Verein war Anlaufstelle für alle Vietnames*innen zu verschiedenen Fragen, wie der Wohnungssuche, Entschädigungen, die oft nicht gezahlt wurden und zu rassistischen Übergriffen.

1992 gab es eine große Kampagne für eine Bleiberechtregelung von den Kirchen, Gewerkschaften und Organisationen vor allem in Ostdeutschland. Unser Verein hat sich auch aktiv beteiligt: Wir waren in Arbeitsgremien, wie dem Flüchtlingsrat und saßen mit am runden Tisch, haben mit Politiker*innen gesprochen und Demos organisiert. Die Bleiberechtkampagne hat bis 1997 gedauert. Erst ab da waren die Aufenthaltsgenehmigungen, die vorher befristet waren, gesichert. Die Forderung war, dass die Vertragsarbeitenden gleich wie die Gastarbeiter*innen in Deutschland behandelt werden.

Erst haben wir nur ehrenamtlich gearbeitet. Ab 1994 haben wir ein Projekt initiiert. Im Büro gab es dann zwei deutsche und zwei vietnamesische Mitarbeitende.

Wir machten keine rechtliche Beratung, sondern Verweisberatung und haben als Verein und Interessenvertretung Kontakt zu den Behörden aufgenommen. In der Anfangsphase waren wir eine gute Anlaufstelle für die Behörden in Magdeburg, wie der Ausländerbehörde und dem Arbeitsamt.

Außerdem haben wir am Anfang Infoveranstaltungen zu verschiedenen Themen wie Gesundheitssystem, Schule, Aufenthaltsrecht, Arbeiterlaubnis, usw. organisiert. Das war sehr wichtig, weil viele aus der Community die Sprache nicht sprechen konnten und anders nicht an Informationen kamen. Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht, es kamen über 50 bis fast 100 Menschen.

Wie steht es heute um die Anerkennung der Vertragsarbeiter*innen aus Ihrer Sicht? Was gibt es heute für Veranstaltungen oder Aktionen?

Für die erste Generation hat sich 1997 das Aufenthaltsrecht geklärt. Die zweite Generation, das sind die Kinder oder nachgezogene Familienmitglieder, ist sehr gut integriert. Die Mehrheit von ihnen hat studiert oder eine Ausbildung. Sie sind überwiegend  berufstätig in den verschiedenen Bereichen und brauchen nicht von Sozialhilfe leben.

Aber es gibt heute Familienkonflikte, die auch auf allgemeinen Generationskonflikten beruhen. Diese werden verstärkt durch Unterschiede in der Sozialisierung und Erlebnissen.

Bei der Vereinsarbeit legen wir einen Schwerpunkt auf die Freizeitgestaltung, insbesondere auf kulturelle Veranstaltungen. Wir pflegen weiterhin Sitten und Bräuche. Darüber wollen wir auch den Kindern die Werte der Eltern vermitteln, damit sie verstehen, was die Eltern für sie gemacht haben und deren Werte schätzen.

Außerdem organisieren wir jeden Sonntag einen Sprachkurs, an dem bis zu 45 Kinder teilnehmen, um Vietnamesisch zu lernen. Wir denken, die Mehrsprachigkeit ist gut für die persönliche Entwicklung und hilft beim beruflichen Werdegang. Und sie können dadurch ihre Eltern auch besser verstehen und mit ihnen sprechen.

Gibt es weitere Veranstaltungen im Verein/ Projekte?

Ja, zum Beispiel in letzter Zeit das Projekt Mi*story von LAMSA. Minh Nguyet Nguyen, die Mitarbeiterin von dem Projekt war und auch Lehrerin für Vietnamesisch, hat eine sehr gute Veranstaltung organisiert. Es sind 40 Eltern mit ihren Kindern gekommen. Es ging um das Thema, wie Eltern und Kinder mit den Konflikten in der Familie umgehen. 

Außerdem haben wir ein Wochenendseminar vom Programm ELAN vom Roten Kreuz für Familien durchgeführt. In dem Programm können Familien ein Wochenende zusammen an einem Thema arbeiten. Das Angebot wurde mit großer Begeisterung angenommen. Es waren 60 Personen bei diesem Seminar. Sie haben Erlebnispädagogik als Methode kennengelernt und gelernt, wie Eltern und Kinder einander vertrauen können. Nach dem Wochenende gibt es noch weitere Treffen.

Die Beratungsbedarfe der Community haben sich im Vergleich zur Anfangszeit verändert. Ein wichtiges Thema der ersten Generation ist jetzt die Gesundheit und das Alter und die damit verbundenen Sorgen und Ängste. Viele haben das Bild alt zu werden und im Pflegeheim zu landen, wo die Kinder keine Zeit mehr für die Eltern haben. Dieser befürchtete Verlust ist ein großes Problem in der Community. Wir nutzen die Angebote von LAMSA. Als Mitglied haben wir an fast allen Angeboten dazu teilgenommen: Es gab bei LAMSA-Infoveranstaltungen, eine Werkstatt zu dem Thema und auch Veranstaltungen zu  Rassismus.

Daran anschließend die Frage: Wie sieht es aktuell mit dem Thema Rassismus aus?

Kurz nach der Wende haben wir sehr viel zu dem Thema gemacht. Als Gruppe waren wir in Ostdeutschland die größte Gruppe und waren häufig Ziel der Angriffe. Wenn jemand tätlich angegriffen wurde oder ein Bistro verbrannt ist, haben wir uns mit dem „Miteinander e.V.“ in Verbindung gesetzt, das war die Opferberatung zu Rechtsextremismus. Wir haben die Betroffenen bei Fragen der Entschädigung und der Trauer- und Traumaarbeit begleitet.

Heute sammeln wir Infos, wo etwas passiert. Ich glaube, die erste Generation hat schon viel Erfahrung mit Rassismus und Diskriminierung gemacht und die meisten wissen, wie sie damit umgehen. Aber für die zweite Generation ist es sehr schwer. Sie können diese Erfahrungen schwieriger verarbeiten.

Wir haben viel diskutiert, welche Generation mehr verletzt wurde. Eigentlich die erste Generation, weil die Angriffe schlimmer waren. Aber sie haben damit gerechnet und waren vorbereitet. Weil sie es schon in den Betrieben in der DDR erlebt haben. Auch wenn es vom Staat unterdrückt wurde.

Die zweite Generation wurde in der Schule deutsch sozialisiert und war auf negative Zuschreibungen nicht vorbereitet. Es gab zwar in der Schule Äußerungen, aber „nur“ bezogen auf äußere Merkmale. Doch bei der letzten Veranstaltung hat ein sechszehnjähriges Mädchen erzählt, dass sie solche Zuschreibungen erlebt hat und sie war sehr stark verletzt. Sie hatte gedacht, alle sind gleich.

Nutzten Sie im Rahmen von LAMSA Projektangebote zum Thema Rassismus und Diskriminierung? 

2018 war ein Mitarbeiter aus dem Projekt Entknoten (A.d.R.: Beratungsstelle gegen Alltagsrassismus und Diskrimininierung) im Verein und hat einen Imputvortrag gehalten. Wie ist der Mechanismus von Rassismus und welche Folgen hat das für die Betroffenen, das haben wir auch diskutiert.

Nutzen Sie selber Angebote zur politischen Bildung bei LAMSA?

Nein. Aber im Zusammenhang mit der politischen Bildung ist mein Eindruck, dass die zweite Generation, die Jugendlichen, nicht so großes Interesse an der Politik haben.

Es gibt zwar viele Foren, wo vietnamesische Jugendliche aktiv sind, wie beim postmigrantischen Netzwerk neue deutsche Organisationen und sie leisten dort einen großen Beitrag. Aber in Magdeburg ist es schwierig, weil die meisten weggezogen sind. Sie haben hier weniger Chancen und sie wollen ein Leben wie in der Großstadt führen; internationale Stimmung ist ihnen wichtig. Viele möchten auch nicht mehr als Migrant*innen angesprochen werden und solche Angebote bekommen. Erst wenn sie auf der Straße beschimpft werden. Das ist höchstens der Moment, wo sie realisieren, dass sie doch nicht so gleich sind.

Wie sind Sie innerhalb der Stadt Magdeburg mit anderen politischen Akteur*innen vernetzt und arbeiten Sie als Verein mit der Stadt zusammen?

Ich selbst bin im Integrationsbeirat der Stadt Magdeburg und Sprecherin des Vereins. Über die Frauenbeauftragte gibt es gute Kontakte und auch sonst sind wir bei der Stadt Magdeburg gut bekannt. Die Oberbürgermeister von Magdeburg haben mehrmals bei unserem Neujahrsfest eine Rede gehalten. Außerdem haben wir viele Spendenaktion mitgemacht: Das hat sehr positive Wirkung gehabt. Zum einen haben wir direkt bei Katastrophen in Vietnam gespendet, sind direkt in die betroffenen Gebiete gefahren und haben dort Sachen verteilt; das haben wir fast jährlich gemacht. Zum anderen haben wir auch bei der Überschwemmung in Magdeburg 2014 eine Spendenaktion gestartet. Viele Vietnames*innen haben auch geholfen die Deiche mit Sandsäcken zu verstärken und Essen verteilt. Über den Spendenaufruf haben wir 3100 Euro gesammelt und dem Obernbürgermeister übergeben. Jetzt bei der Überschwemmung in NRW haben wir 3180 Euro direkt an die Aktion „Deutschland hilft“ überwiesen – das wurde auch öffentlich gemacht. Das war alles sehr gut für, denn wir werden so nicht als Migrant*innen, sondern als Bürger*innen dieser Stadt wahrgenommen.

Auch die erste Generation, nicht nur die zweite, denkt, dass Deutschland unsere zweite Heimat ist. Man kann trotz der negativen Ereignisse sagen, dass wir in Deutschland angekommen sind. Es geht nicht nur um das materiell gesicherte Leben, wir werden auch unterstützt und das Prinzip der Demokratie wird umgesetzt und ist geschützt. Wir sind sehr dankbar dafür. Bis auf das Wahlrecht haben wir die gleichen Rechte wie Einheimische – das fehlt aber. Es gibt viele Barrieren für die Einbürgerung. Was geschieht mit dem Vermögen in Vietnam im Fall der deutschen Staatsbürgerschaft, ist eine Frage. Eine andere Hürde ist die deutsche Sprache. Die erste Generation schafft es nicht, das aufzuholen. Nach der Wende war eine Bedingung für die Verlängerung des Aufenthaltes, ausreichend Unterhalt für sich und die gesamte Familie zu erwirtschaften. Dadurch konnten sie aber keine Sprachkurse belegen und es gab auch keine kostenlosen Angebote, wie heute. So konnte die erste Generation das vorausgesetzte Sprachniveau B1 nicht erreichen. 

Dass Interesse an politischer Teilhabe vorhanden ist, hat die Aktion von LAMSA gezeigt, wo eine Probewahl gemacht wurde. Viele Vietnames*innen sind zur Wahlurne gekommen und sie haben erzählt, dass sie seit 20-30 Jahre in Deutschland sind. Aber weil sie kein kommunales Wahlrecht haben, kennen sie sich auch in der Stadtpolitik nicht aus. Deshalb fordern wir Mitbestimmung auf kommunaler Ebene bei den Wahlen.

Wie sind Sie selbst politisch organisiert? Wie sind Ihre Erfahrungen?

Ich bin im Mitglied im Vorstand von AGSA und Mitglied im Integrationsbeirat der Stadt Magdeburg und neuerdings im Land. Im Integrationsbeirat haben wir auch die Forderung für das kommunale Wahlrecht für die Drittstaatler gestellt.

In der Gründungsphase hatten wir auch Mitglieder aus der SPD und den Grünen. Wir wurden auch beraten und unterstützt vonseiten der SPD. Aber ich bin nicht eingetreten.

Eine etwas ärgerliche Erfahrung gab es kürzlich im Zusammenhang mit dem AUF!leben-Projekt, wo Kinder und Jugendliche aufgrund der Pandemie gefördert werden. Die Stadt Magdeburg hat auch ein Projekt über das Programm für den Freiwilligendienst in der Schule beantragt. Allerdings wurde der Integrationsbeirat nicht mit einbezogen. Laut Satzung sollen wir als Migrant*innen beraten und Empfehlungen aussprechen. Wir wurden hier nicht so ernst genommen. 

Welche Möglichkeiten politischer Arbeit sehen Sie außerdem?

Wir sollten Kampagnen vor allem für die zweite Generation und andere Communities starten, um über die Möglichkeiten und Wirksamkeit politischer Arbeit aus der Sicht von Migrant*innen aufzuklären. Was ist eigentlich politische Arbeit? Es reicht nicht allein auf der wissenschaftlicher und weiteren Ebenen Expert*innen zu sein und hohes Bildungsniveau zu haben, der Einfluss und die Wirkung über die politische Aktivität ist noch viel größer. Es ist sehr wichtig, dass Migrant*innen politisch aktiv sind. Dadurch verändern wir das politische Bild in Deutschland. Bei mehr Gesichtern von Menschen mit Migrationsgeschichte im Bundestag wirkt sich das auch sehr positiv auf das gesellschaftliche Gesamtbild aus. Wir sollten die zweite Generation und Zugewanderten motivieren und es als Fehler sehen, dass die Vertreter*innen der ersten Generation nicht in die Parteien eingetreten sind. Auch die erste Generation sollten wir nicht außer Acht lassen, sie haben Einfluss auf ihre Kinder. Wir als Verein können das nicht leisten und hoffen, dass LAMSA solche Projekte in Angriff nimmt.


Vorgestellt: LAMSA-Projekt MISA - Migration und Inklusion in Sachsen-Anhaltnach oben

Header MISA NL  ©

Auch Mehrfachdiskriminierung wird bei LAMSA mitgedacht: Es gibt sie natürlich - Menschen mit Migrationsgeschichte und mit Behinderung oder psychischen Problemen -, diese Zielgruppe wird leider oft aus den Augen verloren. Neben den Barrieren, die Menschen mit Behinderungen generell haben, kommen hier auch noch Sprachhürden hinzu. So fehlen den Betroffenen und ihren Angehörigen mehrsprachige Informationen, wie und wo sie überhaupt Hilfe bekommen können. Dies führt dazu, dass diejenigen Migrant*innen, die eigentlich dringend eine Beratung und Behandlung benötigen würden, häufig nicht an den Stellen landen, wo ihnen verlässlich geholfen werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass Behinderungen und insbesondere psychische Erkrankungen in vielen Teilen der Welt nach wie vor als Stigma angesehen werden.

Das Projekt MISA setzt dort den Inklusionshebel an. MISA startete am 1. Juli 2021. Aktuell sind neben der Leiterin und einem pädagogischen Mitarbeiter drei weitere Berater*innen mit Migrationsgeschichte angestellt.

Seitdem wurde nicht nur ein Beratungsangebot für Betroffene ins Leben gerufen, sondern es passierte Einiges mehr, damit Bedarfe besser einschätzt werden können und angepasst.

Um die Kenntnisse der Betroffenen zu Hilfsangeboten zu erfahren, aber auch Vorurteile zu erkennen, erfolgte ab Oktober 2021 eine anonyme Onlinebefragung. Großen Wert hat MISA auf eine niedrigschwellige Teilnahme gelegt: So fanden mehrsprachige Informationsveranstaltungen statt, bei denen die Umfrage parallel direkt am Smartphone ausgefüllt werden konnten. Auch in persönlichen Interviews wurden Migrant*innen zu ihrer Erfahrung und Kenntnissen befragt.

Inzwischen liegen die Ergebnisse der Studie vor, an der ca. 1000 Migrant*innen teilnahmen. Was zu Beginn des Projektes noch eine Annahme war, ist nun traurige Gewissheit und es zeichnet sich ein alarmierendes Bild ab. Denn sowohl im Bereich der psychischen Probleme als auch beim Leben mit Behinderung sind kaum Kenntnisse über Hilfsangebote bei betroffenen Migrant*innen vorhanden.

Eine andere oft unterschätze Hürde für Inklusion ist die Sprache. Trotz der vielen Sprachen unserer Berater*innen (Arabisch, Albanisch, Kurdisch, Romani, Kroatisch, Bosnisch, Serbisch, Englisch und Deutsch) kann es selbst bei MISA mal zu Verständigungsschwierigkeiten kommen. Deshalb arbeitet das Team von MISA eng mit dem Projekt SiSA (Sprachmittlung in Sachsen-Anhalt) zusammen.

Als erstes Landesprojekt in Sachsen-Anhalt an der Schnittstelle Migration und Behinderung leistet MISA auch auf politischer Ebene Pionierarbeit. Bisher hat das Thema Migration kaum einen Stellenwert im Arbeitsbereich Inklusion in Sachsen-Anhalt. Deshalb hat sich die Leiterin Friederike Lettow für mehr Sichtbarkeit eingesetzt, um die Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt zu erhöhen. Neben Grußworten des Beauftragten der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Dr. Christian Walbrach, zur Auftaktveranstaltung von MISA wurde das Projekt allen Behindertenbeauftragten im Land bekannt gemacht. Daraus ist eine Kooperation mit der Behindertenbeauftragten vom Burgenlandkreis, Ines Prassler, entstanden. Der Burgenlandkreis plant nun zum 01.06.2022 einen Fachtag zum Thema Behinderung und Migration.

Wie genau sieht das Beratungsangebot bei MISA aus?

Alaa Yakoub Agha (Beraterin) Standort: Dessau-Roßlau Sprachen:  Arabisch, Englisch, Deutsch

Im MISA-Projekt beraten, unterstützen, vermitteln und begleiten wir Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt, die an einer Behinderung bzw. psychischen Problemen leiden. Bei diesen und vielen weiteren Fragen hilft das MISA Team weiter:

  • Ich fühle etwas stimmt nicht mit meinem Kopf – was kann ich tun?
  • Ich habe jede Nacht Alpträume, was kann ich tun?
  • Meine Beeinträchtigung wurde nicht bei der Erstaufnahme identifiziert: was nun?
  • Darf ich als Mensch mit Behinderung abgeschoben werden?
  • Meine Gemeinschaftsunterkunft ist nicht barrierefrei: was soll ich tun?

Wie geht es jetzt bei MISA weiter?

Bis zum Ende der Projektlaufzeit am 30.06.2023 haben wir uns noch einiges vorgenommen. Dank der Studie können Bedarfe nun noch besser eingeschätzt und unsere Beratungen und Veranstaltungsangebote angepasst werden. Weitere Veranstaltungsangebote erwarten Sie ab April 2022 und die Beratung und Vermittlung stehen natürlich weiterhin im Mittelpunkt unseres Projektes.

Das Projekt MISA wird aus Mitteln der Deutschen Fernsehlotterie gefördert. 

MISA Förderlogo 2021


Save the Dates & Terminenach oben

Termine ©

Mittwochs von 13:00 bis 14:00 Uhr, online via Zoom

Sprechstunde der Servicestelle Interkulturelles Lernen in der Kita

Unsere Berater*innen geben Anregungen und Verweiswissen bezüglich der Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationsgeschichte, Mehrsprachigkeit und Sprachförderung im Kitaalltag. Außerdem können wir auf Ihre individuellen Bedarfe eingehen und Sie bei der Entwicklung von konkreten Lösungen unterstützen oder individuelle Termine vereinbaren. ​

Bei Interesse melden Sie sich bitte an unter kita@lamsa.de (unter Angabe ihres Namen, der Einrichtung, der gewünschten Woche). Anschließend erhalten Sie die entsprechenden Zugangsdaten.


17. März, 10 bis 13 Uhr,  online via Zoom

Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen
für Bildung & Teilhabe (bbt) / Regionalstelle Ost: REGIONALVERANSTALTUNG zum Thema 'Entwicklung von Angeboten und Vernetzung'


18. März, 16:00 bis 19:00 Uhr, online via Zoom

Migration und Inklusion in Sachsen-Anhalt (MISA): Infoveranstaltung - in ARABISCHER SPRACHE - zum Thema 'Depressionen bei Eingewanderten'


29. März, 15:00 bis 17:00 Uhr, online via Zoom

Öffentliche (Online-)Präsentation der Umfrageergebnisse des Projektes MISA - Migration und Inklusion in Sachsen-Anhalt

Im MISA Projekt beraten, unterstützen, vermitteln und begleiten wir Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt, die an einer Behinderung bzw. psychischen Problemen leiden. Seit Oktober 2021 erheben wir mittels einer Befragung die Bedarfe in Sachsen-Anhalt zu dieser Thematik, um unsere Beratungen und Veranstaltungsangebote noch besser anzupassen. Mittels einer Online-Umfrage, diverser Veranstaltungen und persönlicher Interviews haben wir Migrant*innen zu ihrer Erfahrung und Kenntnissen über Hilfsangebote befragt. Es haben sich rund 1.000 Menschen an der Befragung beteiligt. Wir laden Sie herzlich ein, an der Präsentation der Ergebnisse teilzunehmen.

Anmeldungen sind bis zum 25. März 2022 über friederike.lettow@lamsa.de möglich. Im Anschluss daran erhalten Sie den Zoom-Link für die Veranstaltung.


7. Mai, 10:00 bis 16:30 Uhr

LAMSA-Frühjahrsakademie

Politische Partizipation von Migrant*innen war und ist stets ein zentrales Thema des LAMSA. Mit der LAMSA-Frühjahrsakademie haben die Migrant*innen erst die Möglichkeit, die Bühne als Expert*innen der Sache Migration/Integration in vielen unterschiedlichen Lebensbereichen zu betreten und selbstbestimmt den Ton anzugeben, um die Perspektiven der Lebenswirklichkeit der Betroffenen sicht-/hör- und erlebbar zu machen. Nach dem sogenannten "Superwahljahr 2021" thematisiert das LAMSA erneut das Thema politische Partizipation, diesmal aber im lokalen Kontext. Unter dem Motto "Wo ist mein Platz? - Migrant*innen in Politik!" betrachten wir die Räume politischer Partizipation von Migrant*innen aus der migrantischen Perspektive. Wo gibt es im lokalen Umfeld die politischen Partizipationsmöglichkeiten für Migrant*innen? Welche Logik verfolgt die Mitglieder der Räume? Mit welchen Hindernissen ist das politische Engagement von Migrant*innen verbunden? Denn unsere Position zur politischen Partizipation heißt ja, die bestehenden Räume sicht- und nutzbar zu machen und nicht-vorhandene Räume zu öffnen!

Ort: Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (Jägerberg 1, 06108 Halle)


15., 21. und 22. Juni, jeweils 16:00 bis 18:30 Uhr in Halle, Magdeburg & in digitalem Format

Regionalwerkstatt 2022 (Netzwerkinterne Veranstaltungen)

An drei Terminen wollen wir uns mit dem Leitbild des LAMSA e.V. auseinandersetzen. Im Rahmen der Landeskonferenz 2021 haben wir bereits unser Leitbild aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Diesen Prozess setzen wir nun mit Ihnen fort. Wir wollen die Rolle und Aufgaben des LAMSA und seiner Mitgliedsorganisationen aktualisieren und selbstbestimmt beschreiben. Das Ergebnis der Diskussionen fließt in die Beschlussvorlage der diesjährigen Mitgliederversammlung ein.

Nährere Informationen erhalten Sie dann in der 20. Kalenderwoche.


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Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.
Bernburger Straße 25a I 06108 Halle (Saale) I Amtsgericht Stendal

Vorstandsvorsitzende: Elena Herrmann
Geschäftsführer: Mamad Mohamad

Redaktion: Judith Brademann, Malte Hennig, Mika Kaiyama, Beate Müller (in alphabet. Reihenfolge) (V.i.S.d.P.)
Fotos ©: LAMSA e.V.
Telefon: 0340/ 87 05 88 32 I E-Mail: info@lamsa.de
www.lamsa.de

Redaktionsschluss: 15. März 2022


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