Mund aufmachen!
Allgemein
Rassistische Diskriminierung gehört für viele Menschen in Deutschland zum Alltag. Sie zeigt sich nicht nur in offenen Anfeindungen. Häufig geschieht sie beiläufig: durch wiederholte Fragen nach der „eigentlichen“ Herkunft, durch misstrauische Blicke, durch Witze, durch Zuschreibungen oder durch die selbstverständliche Annahme, jemand könne aufgrund seines Namens, seines Aussehens oder seiner Sprache nicht dazugehören.
Für Menschen, die solche Situationen nicht erleben, wirken einzelne Vorfälle möglicherweise unbedeutend. Für Betroffene wiederholen sie sich jedoch immer wieder. Gerade diese Wiederholung macht deutlich, dass es nicht lediglich um einzelne ungeschickte Bemerkungen geht. Dahinter stehen gesellschaftliche Vorstellungen darüber, wer als selbstverständlich zugehörig gilt und wer immer wieder als fremd markiert wird.
Mit der Kampagne werden rassistische Mikroaggressionen und alltägliche Formen von Diskriminierung sichtbar gemacht.
Die Kampagne wurde 2025 durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Im Jahr 2026 wird die Weiterführung der Kampagne durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt sowie die Amadeu-Antonio-Stiftung gefördert. Zwischentitel: Audiostorie
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Plakate
Mit der Kampagne möchte LAMSA Erfahrungen sichtbar machen, die im Alltag häufig relativiert oder übergangen werden.
Die Motive und Geschichten laden dazu ein, die Perspektive derjenigen einzunehmen, die solche Situationen erleben. Zugleich stellen sie eine einfache Frage: Was tun wir, wenn wir Rassismus wahrnehmen?
„Sag was“ bedeutet, nicht wegzusehen. Das kann heißen, einer rassistischen Bemerkung zu widersprechen, eine betroffene Person zu unterstützen oder das eigene Verhalten zu hinterfragen. Es bedeutet auch, Erfahrungen ernst zu nehmen, ohne von Betroffenen zu verlangen, Diskriminierung immer wieder erklären oder beweisen zu müssen.
Denn Rassismus ist keine Angelegenheit einzelner Betroffener. Wie wir miteinander umgehen und welche Vorstellungen von Zugehörigkeit wir weitertragen oder infrage stellen, betrifft uns alle.
Sie möchten bei der Verbreitung der Kampagne helfen? Über das Bestellformular können Sie vorbehaltlich der Verfügbarkeit kostenfrei fünf Plakate und jeweils fünf Postkarten pro Motiv bestellen.
Förderung 2025
Förderung 2026