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27.04.2018

Extremismus-Prävention gelingt nur im Dialog mit Gemeinden -
LAMSA verurteilt extremistische Bestrebungen scharf

Die am Dienstag im Verfassungsschutzbericht veröffentlichten Vorwürfe gegen die Islamische Gemeinde Stendal haben Bestürzung innerhalb des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) ausgelöst.
 
In Sachsen-Anhalt leben ca. 4000 Muslim*innen, die staatlichen Schutz benötigen, da sie zum Teil vor Krieg und im Namen des Islam ausgeübter Gewalt sowie dem sogenannten „Islamischen Staat“ flüchteten. Die Gewalt, die von jeglichem Extremismus ausgeht, erschüttert die demokratische Grundordnung. „Jedwede extremistische Bestrebungen in Islamischen Gemeinden verurteilen wir daher scharf“, stellt Nguyen Tien Duc, Vorstandsvorsitzender des LAMSA klar.
 
„Islamische Gemeinden, die beim LAMSA Mitglieder sind, werden von uns begleitet und beraten. Die Gemeinden haben sich in den vergangenen Jahren als zuverlässige Partner für die Gesamtgesellschaft erwiesen. Sie sind für die im Rahmen des Projekts „DiV* - Demokratie in Vielfalt“ geleistete Demokratieberatung und Begleitung für die einzelnen Gemeinden unverzichtbar“, konstatiert Mamad Mohamad, Geschäftsführer des LAMSA.
 
Daher warnt er vor einem Generalverdacht gegen die muslimischen Gemeinden und sieht die Problemlage differenzierter: „Die Gemeinden leiden an strukturellen Defiziten:  sie müssen sich als Kulturvereine organisieren, da die politischen Diskussionen über ihre Entwicklung als Körperschaften immer wieder im Sande verlaufen“, so Mohamad weiter. Bei der Aufklärung und Zurückdrängung von extremistischen Bestrebungen brauchten die betroffenen Gemeinden verlässliche Unterstützung.
 
Dies kann nur im Dialog mit den muslimischen Gemeinden angegangen werden. Dialog und konkrete Unterstützungsmaßnahmen helfen Radikalisierung zu vermeiden.

Zugehörige Dokumente:
DOK=2018-04-27_Extremismus-Prävention_im_Dialog_mit_Gemeinden.pdf | 3219

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