Melde- und Beratungstelefon bei Diskriminierung: 0391 990 788 87 oder per Whatsapp 0152 560 347 47

Mund aufmachen!

Arbeit und Bildung

Rassistische Diskriminierung begegnet Menschen auch dort, wo sie einen großen Teil ihres Alltags verbringen: am Arbeitsplatz, in der Ausbildung, in Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen. 

Sie kann offen auftreten, aber auch in Bemerkungen, Zuschreibungen, Erwartungen oder Entscheidungen, die auf den ersten Blick selbstverständlich erscheinen. Wer wird als kompetent wahrgenommen? Wem wird zugehört? Wer muss sich häufiger erklären oder beweisen? Wer erhält Zugang zu Möglichkeiten und wer wird übergangen? 

Mit „Mund aufmachen in Arbeit und Bildung: Nachhaltige Dialogräume für Demokratie und gegen Alltagsrassismus“ greift LAMSA diese Fragen gezielt auf. Das Projekt läuft von Juli bis Dezember 2026 und knüpft an die bestehende Kampagne „Mund aufmachen“ an. Es setzt einen eigenen Schwerpunkt auf die Lebenswelten Arbeit und Bildung. 

Dabei geht es nicht nur darum, rassistische Erfahrungen sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, wie Menschen miteinander ins Gespräch kommen und was Beschäftigte, Auszubildende, Studierende sowie Schülerinnen und Schüler tun können, wenn sie Diskriminierung erleben oder beobachten. 

Die Kampagne wird im öffentlichen Personennahverkehr sichtbar sein und durch Dialog- und Bildungsformate begleitet. Dort sollen Erfahrungen besprochen, unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden. Nicht jede Situation lässt sich mit einem einfachen Satz lösen. Gerade deshalb braucht es Räume, in denen über Rassismus, Verantwortung, Machtverhältnisse und demokratisches Zusammenleben gesprochen werden kann. 

Begleitende Befragungen im Umfeld des öffentlichen Personennahverkehrs untersuchen außerdem, wie die Kampagnenbotschaften wahrgenommen werden und welche Gedanken oder Gespräche sie auslösen. 

Das Projekt wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus gefördert.

Plakate

Die Motive der Kampagne greifen Situationen aus Arbeit und Bildung auf, in denen Menschen ausgegrenzt, unterschätzt oder aufgrund zugeschriebener Herkunft anders behandelt werden. 

Die Botschaft bleibt: Sag was.
Das kann bedeuten, einer rassistischen Bemerkung zu widersprechen. Es kann heißen, einer betroffenen Person zuzuhören oder sie zu unterstützen. Es kann aber auch bedeuten, die eigenen Routinen und die Abläufe einer Schule, Hochschule oder eines Betriebs zu hinterfragen. 

Denn Diskriminierung entsteht nicht nur zwischen einzelnen Menschen. Sie kann sich auch dort festsetzen, wo Entscheidungen getroffen, Leistungen bewertet, Chancen verteilt und Zugehörigkeit definiert werden. 

Mund aufmachen heißt deshalb auch, solche Bedingungen zum Thema zu machen und gemeinsam darüber zu sprechen, was sich verändern muss. 

Sie möchten die Kampagne unterstützen und die Motive an Ihrem Arbeitsort, Ihrer Schule, Hochschule oder Bildungseinrichtung sichtbar machen?

Förderung

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus als Zuwendungsgeberin dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Verfasser bei den Projektträgern (LAMSA e.V.) die alleinige Verantwortung. Die Beauftragte distanziert sich ausdrücklich von allen Inhalten, die möglicherweise straf- oder haftungsrechtlich relevant sind.