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Gesellschaftliche Anbindung und Teilhabe Asylsuchender im Salzlandkreis

Laufzeit: April - Dezember 2015

Projekt: Gesellschaftliche Anbindung und Teilhabe Asylsuchender im Salzlandkreis Die Situation Asylsuchender ist durch ein hohes Maß an Isolation gekennzeichnet, was ihre Möglichkeiten zu gesellschaftlicher Teilhabe stark einschränkt. Da davon ausgegangen werden kann, dass viele dieser Flüchtlinge nicht nur vorübergehend in Deutschland leben, sondern hier sesshaft werden, müssen schon frühzeitig Integrationsangebote geschaffen werden, um nicht einerseits die Lebenszeit der Flüchtlinge mit reinem Abwarten während des Asylverfahrens zu verschwenden und andererseits die Chancen, die sich auch der deutschen Gesellschaft durch die Zuwanderung bieten, zu vertun. Die meisten Flüchtlinge kommen mit dem Wunsch, ihr Leben hier aktiv zu gestalten. Mit dem Projekt soll ihnen eine Chance dazu geboten werden.

Das Projekt besteht aus zwei zentralen Bausteinen: der Selbstorganisation von Flüchtlingen einerseits, sowie dem Aufbau lokaler Unterstützergruppen für Flüchtlinge andererseits.

Zur Selbstorganisation:
Das LAMSA verfolgt den Ansatz der Selbstorganisation, um die gesellschaftliche Anbindung und Teilhabe von Flüchtlingen zu verbessern. Hierzu fanden seit 2012 bereits Projekte statt, welche den Aufbau von Interessenvertretungsgremien unter den Bewohner*innen der Gemeinschaftsunterkünfte (GU) im Salzlandkreis sowie in Anhalt-Bitterfeld zum Ziel hatten. Im Gegensatz dazu zielt das aktuelle Projekt vor allem auf dezentral untergebrachte Flüchtlinge, schließt die Bewohner*innen der GU jedoch nicht explizit aus.
Zunächst sollen durch die Projektmitarbeiter Ansprechpartner*innen aus den Wohn- bzw. Gemeindegruppen der Flüchtlinge angesprochen und diese für eine Mitarbeit gewonnen werden. Den Teilnehmer*innen sollen im Rahmen von Schulungen Kompetenzen vermittelt werden, die sie dazu befähigen, Ansprechpartner für die übrigen Flüchtlinge der Gemeinde sowie Kontaktpersonen für Anliegen von „außen“ zu sein. Im Rahmen dieser Qualifizierungen gilt es Kenntnisse etwa über Verwaltungsabläufe, Rechte und Pflichten, Zuständigkeiten von Behörden und Institutionen aber auch Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe sowie Grundlagen der Interessenvertretung zu vermitteln. Als Ansprechpartner nach „innen“ und nach „außen“, sollen die Lotsen als Scharnier zwischen Aufnahmegesellschaft und Flüchtlingen im Landkreis fungieren sowie die Interessen von Asylsuchenden auf landkreisebene vertreten.

Zum Aufbau lokaler Unterstützergruppen für Flüchtlinge:
An verschiedenen Standorten im Salzlandkreis werden Angebote mit und für die Gruppe der Flüchtlinge oder Einzelpersonen entwickelt. Die Angebote sind einerseits an den Bedarfen der Flüchtlinge orientiert, andererseits an den Möglichkeiten der ehrenamtlichen Unterstützer.
Erfahrungsgemäß ist gerade in der Anfangszeit in Deutschland der Bedarf insbesondere an Unterstützung im Alltag wie Behördenangelegenheiten und Arztbesuchen sehr hoch, da hier die Sprachbarriere ein elementares Hindernis der Verständigung darstellt. Deshalb sollen nach Möglichkeit auch von Beginn an kleine Angebote zum Spracherwerb aufgebaut werden, da die Sprache der Schlüssel für alle weiteren gesellschaftlichen Zugänge ist.
Weiterhin sollen zwanglose Möglichkeiten zur Begegnung und zum Kennenlernen geschaffen werden, z.B. durch die Einbindung von Flüchtlingen zu Sportangeboten in Vereinen, durch gemeinsame informelle Treffen, interkulturelles (mehrsprachiges) Kino u.a.m.


Das Projekt wird aus Mitteln des Salzlandkreises gefördert. 

Fördererlogo: Gesellschaftliche Anbindung und Teilhabe Asylsuchender im Salzlandkreis

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